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Was verbirgt sich hinter den Therapien?

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist ein Teil der manuellen Medizin.

Durch spezielle Techniken wird die Manuelle Therapie zur Behandlung von reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat (Gelenke, Muskeln, Nerven, Bindegewebe) eingesetzt. Diese Therapieform wirkt direkt auf den Stoffwechsel im Gewebe, hierdurch kann die Beweglichkeit verbessert und die Druckbelastung reduziert werden. Ein großes Wirkspektrum ist hier auch die Schmerzlinderung. Darüber hinaus umfasst sie diagnostische und therapeutische Techniken an der Wirbelsäule und an den Gelenken der Extremitäten, die zur Auffindung und Behebung von Störungen dienen.

     Krankengymnastik

Krankengymnastik ist der planmäßige und abgestufte Einsatz passiver Maßnahmen wie Massagen und Dehnübungen und aktiver körperlicher Bewegungsübungen unter der Anleitung eines Physiotherapeuten mit dem Ziel, Funktionsstörungen des Körpers und Fehlentwicklungen zu beseitigen oder zu vermeiden und Heilungsvorgänge zu unterstützen. Der Patient wird meist aktiv in den Heilungsprozess mit einbezogen. Krankengymnastik findet Anwendung besonders in der Orthopädie (z.B. bei Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, Haltungsfehlern), Neurologie (z.B. bei Schlaganfallpatienten oder Spastikern), Gynäkologie (bei Schwangerschaften) und Chirurgie (z.B. nach Operationen des Bewegungsapparates). Sie wird vorbeugend, therapieunterstützend und in der Rehabilitation eingesetzt. Über das Bewegungssystem erreicht der ganzheitliche Ansatz der Krankengymnastik auch Heilwirkungen bei inneren Erkrankungen (z.B. Kreislauf, Atmung). Die Krankengymnastik ist Teil der Physiotherapie.

Krankengymnastik am Gerät

Die gerätegestützte Krankengymnastik zielt darauf ab, mithilfe von Trainingsgeräten und Zugapparaten Muskelkraft und -ausdauer, Beweglichkeit und Koordination vor allem bei orthopädischen Beschwerden zu verbessern. Häufig genutzte Geräte sind Fahrradergometer, klassische Krafttrainingsgeräte sowie Seilzüge.

Krankengymnastik nach Bobath

Die Krankengymnastik nach Bobath hilft Menschen mit neurologischen (von Gehirn und Nerven ausgehenden) Funktionsstörungen: Die Patienten trainieren und wiederholen bestimmte Bewegungssequenzen solange, bis sich neue Nervenfasern und Synapsen gebildet haben. Vor allem nach Schlaganfällen oder bei angeborenen Bewegungsstörungen wird die Methode eingesetzt.

Klassische Massagetherapie

Der Hauptzweck der Massage liegt darin, die Harmonie des Organismus durch regulierende Techniken der Berührung zu bewahren oder wiederherzustellen. Während es bei den östlichen Techniken wie Shiatsu oder Akupressur eher um die Wiederherstellung des inneren Energiegleichgewichts geht, bewirken die westlichen Massagetechniken eine direkte körperliche Reaktion. Die klassische Massage dient vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von Verspannungen der Muskulatur. Typische Beschwerden, die jemanden zum Physiotherapeuten/Masseur führen, sind:

  • Rheumatische Beschwerden
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen bei verspannter Rücken- und Nackenmuskulatur
  • Verhärtete Muskulatur nach größeren sportlichen Leistungen
  • Bewegungseinschränkungen, die durch eine verspannte oder verkürzte Muskulatur bedingt sind

 Außerdem dient die Massage auch zur:

  • Entspannung und allgemeinen Lockerung
  • Verbesserung der Durchblutung von Haut und Muskulatur

Hot Stone Massage (Wellnessmassage)

Die Hot Stone Massage (Warmsteinmassage) ist eine Kombination aus wohltuender Massage (Wellnessmassage) und tiefgehender Wirkung erwärmter Massagesteine. Für die Hot Stone Massage werden häufig Basaltsteine aus natürlichem Lavagestein verwendet, da diese die hohen Temperaturen von ca. 55 °C gut aufnehmen. Massiert wird sowohl ohne als auch mit den Hot Stones. Die Massagesteine haben unterschiedliche Größen und Formen, um je nach Körperregion effizient arbeiten zu können. Das Ziel der Hot Stone Massage ist die Entspannung einzelner Körperregionen und Muskeln. Die Kombination von Wärme und Massage sorgt dabei für eine hohe Effizienz. Mit Hilfe der Hot Stone Massage lassen sich vor allem muskuläre Verspannungen sehr gut lösen. Die Massage hat durch die Wärme und den Druck der festen Massagesteine eine sehr tiefgehende Wirkung. Wie bei anderen Wellness-Massagen sorgen die Ruhe und die körperlichen Berührungen bei der Hot Stone Massage dafür, dass der tägliche Stress und psychische Anspannungen in vielen Fällen verringert werden können.

Lomi Lomi – Massage (Hawaiianische Wellnessmassage mit warmen Öl)

Eine Lomi Lomi – Massage dient nicht nur der Entspannung, sondern ihrem Anspruch nach auch der körperlichen, seelischen und geistigen Reinigung. Die Huna-Auffassung von Gesundheit und Krankheit ähnelt der in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Blockaden verursachen Krankheiten bzw. können sich als körperliche Verspannungen manifestieren. Die Massage soll diese Blockaden auf körperlicher und seelischer Ebene lösen und die Harmonie von Körper, Geist und Seele wiederherstellen. Es wird warmes Öl verwendet. Der Behandler arbeitet nicht nur mit den Händen, sondern mit dem gesamten Unterarm einschließlich der Ellenbogen. Die Bewegungen sind grundsätzlich fließend und leicht schaukelnd. Die Massage kann in ihrer Stärke variieren, auch innerhalb einer Behandlung. So kann sie sehr sanft und beruhigend sein, aber auch fordernd, in den Schmerz gehend, um tiefliegende Spannungen aufzulösen.

       Faszienmassage (Bindegewebsmassage)

Die Faszienmassage ist eine Behandlung des kollagenen Bindegewebes, was auch das Unterhaut-Fettgewebe oder etwa den Sehnengewebe-Ansatz miteinschließt. Dabei wird durch Druckstimulation versucht vor allem Veränderungen von Gewebefasern zu behandeln. Eine Faszienmassage kann bei diversen Beschwerden der Muskeln oder Gelenke verwendet werden. Neben manueller Stimulation durch den Physiotherapeuten/Masseur nach der Fascial Release Methode, kann alternativ auch eine Faszien-Rolle genutzt werden. Bei der Faszienmassage handelt es sich um eine druckhafte Stimulation von bestimmten Bindegewebszellen. Die Art der Massage sowie das zu behandelnde Gewebe unterschieden sich dabei von herkömmlichen Gewebemassagen. Unter Faszien werden im medizinischen Bereich die kollagenhaltigen Fasern des Bindegewebes verstanden. Was dabei genau zu den Faszien gezählt wird, kann variieren. So kann die Definition auch das Unterhaut-Fettgewebe oder etwa den Sehnengewebe-Ansatz einschließen. Faszien durchziehen einen Großteil des Körperinneren und halten die inneren Organe und Gewebe zusammen sowie in ihren jeweiligen Positionen.

Kolonmassage

Die Kolonmassage ist eine Teilmassage, die als medizinische Massage bei diversen Verdauungsstörungen verwendet werden kann. So kann sie therapiebegleitend oder auch als alleinige Behandlung zur Alternative der medikamentösen Behandlung von Verdauungsstörungen genutzt werden. Üblicherweise kommt die Kolonmassage bei Beschwerden wie Verstopfung oder Aufgasungen im Bauchraum zum Einsatz. Daher wird sie auch bei Blähungen verwendet, um den Darm manuell anzuregen, die Gase auszuleiten und die Verdauung voranzutreiben. Meistens kommt die Kolonmassage zur Behandlung oder Vorbeugung von chronischen Verstopfungen zum Einsatz und auch bei ähnlichen Beschwerden wie Bauchkrämpfen oder Spannungsgefühlen.

Schröpfmassage

Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren, bei dem auf einem begrenzten Hautareal ein Unterdruck aufgebracht wird. Es wird typischerweise in der Alternativmedizin eingesetzt und zählt dort zu den ausleitenden Verfahren. Es ist in der ganzen alten Welt von alters her bekannt. Bevor die Schröpfmassage beginnen kann, wird das betreffende Hautareal zunächst eingeölt. Die Gläser werden nun auf die Haut gelegt, während der Gummiball zusammengedrückt wird. Beim Loslassen bildet er ein Vakuum, sodass die Haut leicht angehoben wird. Nun kann mit dem Glas massiert werden. Das Schröpfglas kann zudem auch an einer besonders verhärteten Stelle verharren. Die Schröpfmassage verbindet die Wirkungen einer Klassischen Massage und des Schröpfens. Im Allgemeinen kann die Schröpfmassage bei Verspannungen, Verdauungsstörungen und langsamem Stoffwechsel helfen.

Trigger Point (Triggerpunkt) – Behandlung                             

Triggerpunkte können als Bindegewebe-Ablagerungen angesehen werden. Sie können zum Beispiel durch folgende Ursachen entstehen:

  • Überbeanspruchung durch Verletzungen, Zerrungen
  • Verspannungen (z.B. nach Fehlhaltungen, Stress…)

Diese Ursachen führen zu einer Minderdurchblutung des Muskelgewebes und somit zu einem Triggerpunkt. Die Bindegewebsablagerung bewirkt ihrerseits wieder eine Minderdurchblutung – ein sich selbst erhaltender, schmerzhafter Teufelskreis entsteht. Die Triggerpunkt -Behandlung ist ein möglicher Weg, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Durch Druck können Triggerpunkte gereizt werden, dabei überträgt jeder Muskel einen typischen Schmerz in eine oft entfernt gelegene Zone. Ein aktiver Triggerpunkt ist in der Regel nur einige Millimeter groß und reagiert bei Druck mit Schmerz. Dieser Schmerz ist zwar erst unangenehmen, führt aber bald zu einer Art Wohlweh und verschwindet oft ganz. Spezielle Streichungen und Dehnungen ergänzen die Triggerpunkt-Behandlung.

Cranio-Sacrale Methode

Die Cranio-Sacrale Methode beruht auf den Prinzipien der Osteopathie.

Körper, Seele und Geist ist eine Einheit.

Die Cranio-Sacrale ist eine Methode Spannungen zu lösen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren und zu stärken. Durch gezielte achtsame Berührungen entsteht eine Art Dialog zwischen den Händen Ihres Therapeuten, Ihnen und Ihrem Körper. Oft entstehen dabei auch längere ruhige Momente. Ihre Selbstwahrnehmung kann auch inneren, emotionalen Prozessen Raum und zugleich Halt bieten. Im Anschluss an eine Cranio-Sitzung fühlen Klienten sich oft entspannter, energiereicher und lebendiger. Anwendungsgebiete sind z.B.:

  • Zur Schmerzbewältigung bei Migräne, Gelenk-, Muskel-, Kopf- und Rückenschmerzen
  • Zur Stabilisierung nach körperlichen Verletzungen oder emotionalen Traumata
  • Zur Erholung und tiefen Regeneration bei Stress und Erschöpfung
  • Zur Unterstützung in belastenden Lebenssituationen
  • Zur Behandlung von psychosomatischen Beschwerden

Atlas – Therapie

Atlas heißt in der griechischen Sage der Titan, der das Himmelsgewölbe trägt, im medizinischen Sprachgebrauch wird der erste Halswirbel Atlas genannt: er trägt den Kopf und hat nach oben Gelenkkontakt mit der Schädelbasis, nach unten mit dem Axis, dem zweiten Halswirbel. Mit diesen Nachbarn ist er durch Kapseln, Bänder und ein ganz spezielles, sehr wichtiges Muskelsystem verbunden. Es wird auf die Kapseln und besonders auf jenes spezielle Muskelsystem, das Hinterhaupt, Atlas und 2. Halswirbel (Axis) Einfluss genommen. In diesen Muskeln aber sind sog. Fühler angesiedelt, auch Rezeptoren oder Sensoren genannt, welche u. a. die Stellung des Körpers im Raum und den Spannungszustand des Muskel- und Sehnensystems registrieren. Diese Rezeptoren korrespondieren mit dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr und haben direkte Verbindungen zu bestimmten Hirnzentren, in denen die Raumorientierung geplant wird mit Einfluss auf die Grob – und Feinmotorik, somit auch die Steuerung der Muskeln für Haltung und Bewegung. Ebenso haben sie direkten Kontakt zu Hirnzonen, in denen Schmerzsignale aus dem Bewegungssystem verarbeitet werden. Diese Rezeptoren stellen also ein Wahrnehmungsorgan dar, das Informationen zum Gehirn sendet, wo sie zu entsprechenden Reaktionen verarbeitet werden. Bei krankhaften Zuständen werden „falsche“ Informationen weitergegeben, wie zum Beispiel bei Bewegungsstörungen; oder es werden Signale weitergeleitet, die einen Störprozess signalisieren, wie das bei Schmerzzuständen der Fall ist. Die Atlastherapie ist eine Möglichkeit, eine fehlerhafte Informationsverarbeitung zu korrigieren und den krankhaften Zustand zu bessern oder zu beheben.

Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage ist eine bestimmte Massagetechnik, bei der man spezielle Bereiche der Fußsohle (die sogenannten Fußreflexzonen) massiert. Örtlich verbessert dies die Durchblutung des Fußes. Der Zweck der Massage geht aber darüber hinaus. Bei der Fußreflexzonenmassage setzt der Therapeut mit der Hand oder den Fingern bestimmte Griffe an den Fußreflexzonen an und übt dort durch Massage Reize aus. Diese Grifftechnik beruht auf der Vorstellung, dass der Fuß in Wechselbeziehung zum ganzen Körpersteht. Die einzelnen Reflexzonen am Fuß sind dabei bestimmten Organen zugeordnet: Demnach ist es möglich, über die Massage der entsprechenden Fußreflexzone auf das jeweilige Organ therapeutisch einzuwirken, es also positiv zu beeinflussen und so Erkrankungen zu lindern.

Wirbelsäulentherapie nach Dorn & Breuß

Die Dorn-Methode ist eine vom Allgäuer Volksheiler Dieter Dorn um 1975 entwickelte komplementärmedizinische manuelle Methode, die auch Elemente der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einbezieht. Bewegungsmangel und Fehlbelastungen führen zu Fehlstellungen der Wirbelsäule und des Beckens, sind Ursache der meisten Rückenprobleme, aber auch zahlreicher anderer Beschwerden. In der Dorn-Therapie werden verschobene Wirbel ertastet und mit gezieltem Druck des Therapeuten zusammen mit der Eigenbewegung des Patienten wieder in die richtige Position gebracht. Die Technik ist überaus wirksam, denn sie nimmt mit der Wirbelkorrektur über reflexzonenartige Effekte auch Einfluss auf die inneren Organe, die Meridiane und die Psyche. Anwendungsgebiete für die Dornmethode:

  • Ischialgien
  • HWS-Syndrom
  • Beschwerden im Ledenwirbelsäulenbereich
  • Beschwerden im Brustwirbelsäulenbereich, wie z.B. taube Fingerspitzen, eingeschlafene Hände
  • Zittern der Hände
  • Migräne
  • Tinnitus
  • Skoliosen der Wirbelsäule
  • Blockierungen einzelner Wirbel
  • Beinlängenunterschiede

Methode nach Breuß

Die Massage nach Rudolf Breuß ist eine äußerst sanfte Behandlung, die seelische und körperliche Verspannungen löst. Durch vorsichtiges Dehnen der Wirbelsäule werden die Zwischenwirbelscheiben „belüftet“. Damit wird die Regeneration der unterversorgten Bandscheiben eingeleitet. Eine sehr sanfte Massageform und damit eine gute Alternative bei Osteoporosepatienten.

Schlingentisch

Die Therapie im Schlingentisch dient vornehmlich der Entlastung verschiedener Körperteile.
So ist es möglich die Eigenschwere der Extremitäten oder des Rumpfes aufzuheben, sodass Bewegungen schon mit minimalen Kraftaufwendungen möglich sind (ähnlich Bewegungsbad). Das hat den Vorteil, dass nichtbelastungsfähige Gelenke oder Extremitäten schon recht früh funktionell trainiert werden können und die gute Stoffwechselversorgung für optimale Wundheilungsvorgänge sorgen kann. Beispielsweise wird der Arm nach einer Schulteroperation an mehreren Punkten aufgehängt, der Patient kann völlig entspannen und aus dieser schwerelosen Position schmerzfreie oder -arme Bewegungen mit geringer Belastung durchführen. Auf unserem Bild sehen Sie eine bewährte Aufhängung des Beckens und der Beine.

Kinesiologisches Taping (funktionelleVerbände)

Bei einem kinesiologischen Tape handelt es sich um ein elastisches, selbstklebendes, therapeutisches Tape aus einem dehnbaren, textilen Material, auf das ein Polyacrylatkleber aufgebracht ist. Unter Anwendung spezieller, unterschiedlicher Techniken („Taping“) wird dieses Tape auf die Haut aufgebracht und soll dort unterschiedliche Wirkungen erzielen.

Folgende Effekte sind möglich:

  • Positive Veränderung der Muskelaktivität, Muskelspannung (Tonusregulierung), Muskelfunktion
  • Unterstützung der Gelenkfunktion
  • Aktivierung des endogenen analgetischen Systems (Schmerzreduktion)
  • Entlastung des Gewebes nach Schädigung (z.B. Reduktion von Entzündungsreaktionen, Verbesserung der Flüssigkeitszirkulation)

Anwendungsbeispiele:

  • Rückenschmerzen (z.B. Lumbago, HWS-Syndrom, Ischialgie)
  • Muskelverletzungen und -beschwerden (Zerrungen, Faserrisse, Atrophien, Tonusveränderungen, Dysbalancen)
  • Schulterbeschwerden (z.B. Impingementsyndrom der Schulter)
  • Gelenkbeschwerden (z.B. Bandverletzungen, Instabilitäten, Arthrose, Schwellungen)
  • uvm.

Kiefergelenksbehandlung bei CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)

Das Kiefergelenk wurde lange Zeit in der Physiotherapie außen vorgelassen.
Dennoch handelt es sich um ein Gelenk im Körper wie jedes andere. Das bedeutet, dass es auch am Kiefergelenk zahlreiche Strukturen gibt, die physiotherapeutisch sehr gut behandelbar sind: Kaumuskulatur, die Gelenkkapsel oder auch die Gelenkscheibe (Diskus), welche mit dem Meniskus im Kniegelenk zu vergleichen ist und sich dementsprechend ähnlich verhält.
Aufgrund diverser Fehlfunktionen einzelner Strukturen kann es zu erheblichen Problemen im Kiefergelenk kommen.
Viele weit verbreitete Syndrome wie Tinnitus, Kopfschmerz, Kieferknacken, Kiefergelenkblockaden, Knirschen (Bruxismus) oder sogar unspezifische Gesichtsschmerzen finden Ihre Ursache sehr häufig in cranio-mandibulären Dysfunktionen (Kopf, Gesicht, Kiefer).

Was führt zu Fehlfunktionen des Kiefergelenks?

Fehlfunktionen am Kiefergelenk treten häufig nach Fehlbelastungen beziehungsweise Fehlstellungen des Kauorgans oder auch der gesamten Körperstatik auf.
So kann sich zum Beispiel durch eine Umknickverletzung im Fuß eine langwierige Kiefergelenksproblematik entwickeln.
Auch sind viele Rückenschmerzursachen eng in Zusammenhang mit Kieferproblemen zu betrachten.
Bei Personen, die sehr von Stress geplagt sind, entwickelt sich meist ein sehr intensives Knirschen oder Pressen. Neben Abrasionen am Zahnschmelz kommt es in der Folge zu einer erheblichen Dysfunktion im Kiefergelenk.
Anhand einer umfangreichen Funktionsdiagnostik soll diese Problematik erkannt werden.

Um Beschwerdebilder bestmöglich behandeln zu können, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Physiotherapeut empfehlenswert.

Welche Beschwerden können mit Physiotherapie behandelt werden?

• Kopfschmerzen
• Kiefergelenkknacken
• Ohrgeräusche (Tinnitus)
• Zähneknirschen (Bruxismus)
• Kiefersperre/Mundsperre
• Gesichtsschmerzen
• Diskusblockierungen
• unbestimmbare Zahnschmerzen
• und viele mehr!

Stoßwellentherapie (EWST = Extrakorporale Stoßwellentherapie)

Sie leiden unter akuten oder chronischen Schmerzen der Muskulatur, der Sehnenansätze, der Schulteroder Ferse, wodurch Ihre natürlichen Bewegungen und Ihre Lebensqualität deutlich eingeschränkt sind? Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine moderne, sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode bei der energiereiche Schallwellen in die schmerzenden Körperareale geleitet werden. Mit Hilfe dieses innovativen Heilverfahrens können krankhafte Veränderungen an Sehnen, Bändern, Kapseln, Muskeln und Knochen gezielt beseitigt werden. Ein Behandlungserfolg ist oft schon nach 1–2 Sitzungen spürbar. Die wiedergewonnene Schmerz- und Bewegungsfreiheit gibt Ihnen ein Stück Lebensqualität zurück. Seit einiger Zeit setzen wir eines der modernsten Stoßwellentherapiegeräte in unserer Praxis erfolgreich und überzeugend ein.

Was sind Stoßwellen überhaupt?

Stoßwellen sind energiereiche, hörbare Schallwellen. Sie treten in der Atmosphäre, z.B. bei Blitzschlag, auf oder wenn Flugzeuge die Schallmauer durchbrechen. Medizinisch werden Stoßwellen bereits seit 1980 u.a. zur Auflösung von Nierensteinen eingesetzt. In der modernen Schmerztherapie übertragen Stoßwellen Energie vom Ort der Erzeugung, dem Stoßwellengerät, auf die Schmerzzonen im menschlichen Körper. Dort entfalten sie ihre heilende Wirkung.

Wie wirkt die Stoßwelle?

Stoßwellen beschleunigen den Heilungsprozess im Körper, die Selbstheilungskräfte werden in Gang gesetzt. Der Stoffwechsel verbessert sich, die Durchblutung wird gesteigert, geschädigtes Gewebe regeneriert und heilt aus.

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

  • Schulterschmerz, z.B. Kalkschulter
  • Tennis- oder Golferellenbogen
  • Patellaspitzen-Syndrom (»Jumper‘s knee«)
  • Schienbeinschmerzen/Tibiakanten-Syndrom
  • Schmerzen der Achillessehne
  • Fersenschmerz
  • Chronische Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden
  • Muskelverspannungen durch schmerzende Muskelknötchen (Trigger)
  • Kniearthrose

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie ist, von qualifizierten Therapeuten durchgeführt, ein weitgehend risiko- und nebenwirkungsfreies Verfahren.

Viszerale Therapie

Die Viszerale Therapie ist das Zusammenführen vom Bewegungsapparat mit dem Organsystem. Unsere Organe sind am Bewegungsapparat befestigt und bekommen so ihren Halt und ihren Platz im Körper. Die Behandlung soll nicht nur die Symptome lindern, sondern vor allem die Ursachen beheben, Auslöser der Beschwerden beseitigen, Schonhaltungen lösen und somit dem Organismus wieder mehr Energie zur Verfügung zu stellen, so dass alte Muster verschwinden und nach und nach weitere Veränderungen von selbst eintreten können. Der Therapeut tastet (palpiert) die feinen Eigenbewegungen der Organe ab und macht sich so ein Bild über den Druck im Bauchraum und die Beweglichkeit und Lage des jeweiligen Organs. Er kann nun das Organ mobilisieren und „Fehlstellungen“ direkt durch sanfte Bewegungen beheben, oder provokativ die Problematik verstärken um damit Gefäße und Nerven zu stimulieren (indirekte Technik). So wird die Eigendynamik des Organs wiederhergestellt und eine Balance zwischen inneren Organen und muskuloskelettalen System erreicht. Ligamentöse Anheftungen der Organe können mobilisiert werden, Bindegewebsverklebungen gelöst, gestaute Gewebe drainiert und damit die Funktion der Organe unterstützt werden. Die körpereigenen Selbstheilungskräfte werden aktiviert und krankhafte Mechanismen aufgelöst. Zudem entspannt sich besonders das autonome Nervensystem bei einer Lockerung tiefer, chronischer Spannungen im Gewebe. Die beiden Anteile des autonomen Nervensystems (Sympathikus/Parasympathikus) harmonisieren sich. Vor allem bei stressbezogenen Symptomen wie hohem Muskeltonus, Schlaflosigkeit usw..

Kopfschmerz- und Migränetherapie

Folgende Schmerztypen können behandelt werden:

•  Migräne mit und ohne Aura oder Übelkeit

•  Spannungskopfschmerzen

•  Clusterkopfschmerz

•  Posttraumatischer Kopfschmerz

•  Kopfschmerz nach Schleudertrauma

Die Therapie beinhaltet folgende Elemente:

Behandlung mit Spezialgriffen. Verspannungen werden gelöst, der Schmerzkreislauf durchbrochen und das Schmerzgedächtnis durch positive Empfindungen ersetzt. Bewegungstraining – Bewegung ist die Lösung! Wir zeigen Ihnen spezielle Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule.Entspannungstraining – Gesundheit beginnt im Kopf!

Atemtherapie

Als Atemtherapie oder auch Atemgymnastik bezeichnet man einen Bereich der Physiotherapie. Durch verschiedene Techniken soll dem Patienten das Atmen erleichtert werden – dazu gehören eine Stärkung der Atemmuskulatur oder eine bestimmte Körperhaltung. Richtig atmen beinhaltet auch, dass der Patient seine Körperwahrnehmung verbessert. Schwangere nutzen die Atemtherapie deshalb auch gerne bei der Geburtsvorbereitung. Beschwerden, die eine physiotherapeutisch angeleitete Atemtherapie notwendig machen, sind anfallsartige oder dauerhafte Atemnot, Auswurf, Husten und Atemfunktionsstörungen. Diese treten zum Beispiel im Rahmen von folgenden Krankheitsbildern auf:

  • Chronisch obstruktive Bronchitis und COPD (chronic obstructive pulmonary disease)
  • Asthma
  • Pneumonie
  • Lungenfibrose
  • Cystische Fibrose (Mukoviszidose)
  • Operationen oder Traumata im Thoraxbereich
  • Lähmungserkrankungen (zum Beispiel Querschnittslähmung, multiple Sklerose)

Welche Methoden im Einzelfall richtig sind, entscheidet der Atemtherapeut in Abhängigkeit der gewünschten Ziele. Grundsätzlich werden alle Übungen zuerst vom Therapeuten beschrieben und eventuell vorgeführt. Der Patient macht die Übung nach, wobei der Therapeut bei Bedarf unterstützt.

Ultraschall – Behandlung

Ultraschall ist eine Therapie, die im weitesten Sinn auch zur Elektrotherapie zählt. Hierbei wird Strom in hochfrequenten Schallwellen von ca. 1 MHz umgewandelt.
Der Ultraschall wird über einen Schallkopf mit ca. 5-6 cm² Fläche über ein Kontaktgel auf die erkrankte Region aufgetragen und dabei kreisend bewegt. Der Schall wird dabei kontinuierlich oder pulsierend abgegeben. Beim pulsierenden Schall entsteht weniger Wärmewirkung und er ist dadurch weniger intensiv.
Ultraschall ist hauptsächlich für Erkrankungen im akuten Stadium geeignet.
Die Ultraschalltherapie eignet sich hauptsächlich für Lokalisationen von geringen Ausdehnungen.

Einsatzgebiete sind z.B.:

  • Spondylose – Osteochondrose
  • Muskel- oder Sehnenbeschwerden
  • Bestimmte Formen der Neuritis
  • Rheumatoide Arthritis/ Arthrose/Spondylitis ankylosans / Bursitis / Kapsulitis / Tendinitis
  • Schultergelenks-Arthrose oder Arthritis
  • Ellenbogengelenks-Arthrose oder Arthritis
  • Kniegelenks-Arthrose oder Arthritis
  • Hand- und Fußgelenks-Arthrose oder Arthritis 

Ganzheitliche Chiropraktik

Die Chiropraktik ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode mit dem Ziel, Funktionsstörungen an den der Bewegung und Stützung des menschlichen Körpers dienenden Körperteilen, besonders der Wirbelsäule, zu finden und durch Mobilisations- und Manipulationstechniken zu beseitigen. Dabei werden sowohl das gestörte Gelenkspiel als auch die Verschiebung (Subluxation) berücksichtigt.

Magnetfeldtherapie

Die Magnetfeldtherapie gehört zu den naturheilkundlichen Behandlungsverfahren. Schon wenige Minuten Kontakt mit künstlich erzeugten Magnetströmen sollen ausreichen, um heilsame Prozesse im Körper anzustoßen.

Die elektromagnetischen Impulse sollen gestörte Zellfunktionen normalisieren und Heilungsprozesse fördern.

Die Einsatzbereiche für eine Magnetfeldtherapie sind vielfältig. Besonders häufig wird sie zur Behandlung von orthopädischen und entzündlichen Beschwerden angewendet – von Rückenschmerzen bis zu Rheuma.

Wie wirkt die Magnetfeldtherapie?

Die Magnetfeldtherapie beruht auf der Annahme, dass die Zellen des Körpers sich über elektromagnetische Impulse beeinflussen lassen. Tatsächlich basieren zahlreiche Vorgänge im Körper auf elektrischen Prozessen, darunter der Herzschlag, die Funktion der Nervenzellen, aber auch verschieden Stoffwechselvorgänge. Auch in den einzelnen Körperzellen sind elektrische Ladungen wirksam. Sind diese gestört, ist die Zellfunktion beeinträchtigt. Ihre Energieversorgung verschlechtert sich und der Abtransport von Abfallprodukten verlangsamt sich.

Positive Wirkungen sind:

  • Hemmung von Entzündungen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung der Zellen
  • allgemeine Vitalisierung

Wie läuft die pulsierende Magnetfeldtherapie ab?

Bei einer solchen Behandlung lässt sich das benötigte Magnetfeld (pulsierend) mit Hilfe von Strom künstlich erzeugen. Es werden Magnetkissen oder -matten eingesetzt, um die betroffenen Körperstellen einem schwachen magnetischen Feld auszusetzen.

Für die Behandlung müssen Sie sich nicht entkleiden. Metallische Gegenstände wie Schmuck und Uhren müssen Sie jedoch ablegen. Das gilt auch für metallhaltige Kleidungsstücke.

Worauf Sie achten sollten

Bei einer Anwendung zur Erhaltung der Gesundheit oder zur Regeneration, sollten akute und chronische Krankheiten vorher ausgeschlossen sein.

Empfohlen wird, vor und nach der Anwendung ein großes Glas Wasser zu trinken. Bei der Magnetfeldtherapie wird der Stoffwechselprozess beschleunigt, bei denen Abfallprodukte entstehen, die über die Nieren ausgeschieden werden müssen.

Wann kann man Magnetfeldtherapie anwenden?

Die Einsatzgebiete sind äußerst vielfältig. Die Wirkungen lassen sich fast alle mit der durchblutungsfördernden und stoffwechselanregenden Wirkung erklären.

Insbesondere bei Problemen mit dem Bewegungsapparat kann die Magnetfeldtherapie schmerzlindernd wirken und den Heilungsprozess bei Knochenbrüchen günstig beeinflussen. Besonders häufig wird sie bei Arthrose  eingesetzt. Sie eignet sich aber auch sehr gut zur unterstützenden Behandlung einer schulmedizinischen Therapie bei Rheuma und Osteoporose. Außerdem wird sie häufig zur Muskelentspannung eingesetzt.

Nebenwirkungen sind unbekannt.

Es können Erstverschlimmerungen auftreten. Dies wird von den behandelnden Therapeuten als gute Reaktion auf die Therapie gewertet.

Keine Therapie für Patienten mit elektronischen Implantaten

Dies sind implantierte Herzschrittmacher und andere Implantate wie Insulinpumpen und Defibrillatoren.

Ungeeignet für Schwangere, kleine Kinder und Personen mit Medikamentenpflastern und nach Organtransplantationen.

Maschinelle Lymphdrainage

Bei der maschinellen Lymphdrainage zieht der Patient spezielle Arm-, Bein- oder Taillenmanschetten mit Druckluftkammern an, die sich mit Luft füllen und den Lymphfluss positiv beeinflussen.

Wie bei der manuellen Lymphdrainage führt die Druckwelle zu einer Stimulierung der Lymphgefäße und sorgen so für einen besseren Abfluss der Lymphe, besseren Durchblutung und Anregung des Stoffwechsels.

Empfohlen wird die Therapie Menschen,

  • die lange stehen oder sitzen
  • bei Bewegungsmangel
  • Bettlägerigen Patienten
  • Infektionen

Sinnvoll ist die maschinelle Lymphdrainage bei den folgenden Diagnosen:

  • Lymphödeme (geschwollene Gliedmaßen mit Gewebswasser
  • Ödemen nach Traumata (Unfällen)
  • Lipödem (Reiterhosen)
  • postoperatives Ödem (Hüft-Knie OP)
  • Phlebödeme (Beschwerden bei Krampfadern)